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Thema: Zahlen zur Pränataldiagnostik/Eugenik (http://brk-allianz.unen.de/topic.php?id=32)


Geschrieben von: feder am: 15.02.12, 23:06:57
Ein, wie ich finde, sehr lesenswerter ? wenn auch älterer Artikel ? zur Pränataldiagnostik (auch mit Berichten von Eltern, die sich für oder gegen eine Spätabtreibung entschieden haben)

Zitat:
Mehr als 40 Prozent der befragten Schwangeren stimmten in einer Umfrage der Aussage zu, es sei unverantwortlich, auf Pränataldiagnostik zu verzichten und deswegen ein behindertes Kind zur Welt zu bringen. [...]

Invasive Verfahren sind nicht ungefährlich: Laut einer britischen Studie kommen auf ein abgetriebenes Kind mit Downsyndrom vier Fehlgeburten, bei denen gesunde Kinder sterben. Wollen wir lieber tote als behinderte Kinder? [...]

Einige Studien deuten darauf hin, dass die Abbruchraten stark davon abhängig sind, wie umfassend die Eltern über die jeweilige Krankheit informiert werden. In Amerika machte man die Erfahrung, dass die Abtreibungsrate nach der Diagnose »Downsyndrom« von 90 auf 60 Prozent fiel, wenn zusätzlich zu einem Humangenetiker auch eine Behindertenkrankenschwester mit den Eltern sprach und über den Alltag mit solchen Kindern aufklärte. Eine deutsche Untersuchung zeigt, dass die Rate der Abbrüche beim Klinefelter-Syndrom, einer Störung der Geschlechtschromosomen, die vor allem mit Unfruchtbarkeit verbunden ist, je nach Beratung sogar zwischen null und siebzig Prozent schwanken kann.[...]

Neunzig Prozent der Befragten sprachen sich in einer Umfrage jeweils dafür aus, Kinder mit Downsyndrom zu fördern und nicht einfach in Heime wegzusperren. Gleichzeitig finden 75 Prozent der Deutschen nichts dabei, ein schwerbehindertes Kind nach der Geburt »sterben zu lassen«.
Quelle